Details zur Veranstaltung

Tanz

So 18.04.2021 20:00 DieTanzKompanie - Innere Stimmen

Online-Verkauf gestoppt.
Restkarten an der Abendkasse.

Live-Streaming

Eintrittspreise:

5,00 €

5,00 €


 

 

„DieTanzKompanie“ – ein neu gegründetes Ensemble in Esslingen unter der Leitung von Grégory Darcy mit Profitänzer*innen und Profimusiker*innen mit und ohne Handicap.

Die Premiere ist am Sonntag 18. April 2021 um 20 Uhr im Kulturzentrum Dieselstrasse e.V. in Esslingen mit Online Streaming zu sehen.

Link zum Film:https://vimeo.com/event/815888

Wenn Sie ein Ticket erworben haben, bekommen Sie am Samstag, den 17. April (oder später, falls Sie sich erst später für einen Ticketkauf entscheiden) ein Passwort und ein Programmheft zugesandt. Einloggen können Sie sich jederzeit. Das Streaming beginnt pünktlich um 20 Uhr und dauert ca. eine Stunde.

Tanz und noch viel mehr. Das Ensemble „DieTanzKompanie“ besteht aus fünf Profitänzer*innen mit
und ohne Handicap, drei Profimusiker*innen. „Wir kommen aus vielen unterschiedlichen Kulturen
zusammen“, erklärt Darcy, „und haben unterschiedliche Religionen und Fähigkeiten.“
Sie stehen mit dem abendfüllenden Programm „Innere Stimmen“ auf der Bühne. In mehrere
Einzelstücken werden Themen wie Gebärdensprache und moderner Tanz, inneres Feuer und
Handicap, Autismus and Tanzsprache, innere Stimme und Wille …
Der französische Choreograf Grégory Darcy gründete im letzten Jahr ein neues Tanzensemble und
will mit seiner Gruppe auf hohem Niveau das Thema Handicap und Tanz ins Bewusstsein der
Zuschauer*innen bringen. Dabei geht es auch um die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen
Fragen nach Perfektion, Akzeptanz des Andersseins und Schönheitsidealen. Aber seine Performances
sind mehr. Es steckt darin der Wunsch nach einer Welt, in der Menschen nicht nach schwarz oder
weiß, Geflüchtete oder Einheimische, behindert oder nichtbehindert kategorisiert werden. „Ich
wünsche mir eine Welt, auf der es nur Menschen gibt.“
Im Zusammenhang mit verschiedenen Arten von körperlichen und geistigen Einschränkungen
entstehen neue Bewegungs- und Tanzstile, begleitet von live- Kompositionen. Und das alles mit
Profis sowohl in der Musik als auch im Tanz.
Die Spanne reicht von der besten deutschen Tanzdarstellerin Anna Süheyla Harms (Preisträgerin
Theaterpreis Faust) aus Australien bis zum Preisträger des internationalen Jazzcontest Belgium Hans
Fickelscher aus Deutschland.
Weitere Tänzer*innen sind, Laura Brückmann aus Deutschland mit der Einschränkung Down-Syndrom
und einer beruflichen Qualifizierung zur Tanzassistentin und die junge und unglaubliche
ausdrucksvolle Profitänzerin Sophie Hauenherm mit inkompletter Querschnittlähmung.
Die Japanerin Sawako Nunotani hat mit eigenen Produktionen bereits viel Erfahrung zum Thema
Stille und Bewegung gesammelt und der junge Profitänzer Johannes Blattner gewann 2019 den
Rotary-Club Publikumspreis für die Sparte Ballett.
Neben den Tänzer*innen wird der gesamte Abend von Live-Musik begleitet. Für Grégory Darcy ist das
bei diesem außergewöhnlichen Ensemble fast ein Muss, denn Musik und Tanz funktionieren hier nur
in der direkten Interaktion.
Dafür hat Darcy neben Hans Fickelscher die Shakuhachi-Meisterin Nina H. und den syrischen Sänger
und Gitarristen Mazen Mohsen, der 2015 von Syrien nach Deutschland flüchten musste, gewinnen
können.
Neben der Förderung durch die Stadt Esslingen machen viele weitere Partner die Gründung von
„DieTanzKompanie“ möglich. Besonderer Dank gilt der Aktion Mensch. Weitere Unterstützung erhält das Ensemble von Inklusion Leben, dem Aktionsplan der evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Diakonie, der Zukunft Stiftung Heinz Weiler, dem Rotary Club Esslingen-Neckarland, dem Lions Club Esslingen-Burg, das Inklusionsfonds "Mach ES inklusiv!" und dem Produktionszentrum Tanz und Performance e.V..

Auch einen Preis konnte „DieTanzKompanie“ bereits erringen. Die Jury des hochdotierten
Kunstpreises „The Power of The Arts“ war begeistert: „Tanz ist Berührung, ist eine andere Form des
Sprechens. Menschen mit und ohne Handicap können hier in der Welt des Tanzes neue und
innovative Ausdrucksmöglichkeiten entwickeln.“


Foto: Antony Sojka