• Pierrot Lunaire •

    
                       
  Do 16.01.2014, 20:00     Anfahrt zur Dieselstrasse         Online-VVK aus zeitlichen Gründen gestoppt. Es gibt noch Karten unter Tel. 387120  
Pierrot Lunaire VVK 15,00 €
AK 18,00 €
Schüler/Studenten
3 € Ermäßigung
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Eröffnungskonzert von tonArt  
Eine Kooperation von tonArt Esslingen e.V. und Kulturzentrum Dieselstrasse      
Neue Musik
Am 16. Oktober 1912 hatte in Berlin eines der am nachhaltigsten wirkenden Werke der neueren Musikgeschichte seine Uraufführung: Arnold Schönbergs Pierrot lunaire nach Gedichten von Albert Giraud. Dabei war es weniger die atonale Kompositionstechnik zwischen Tristan und Zwölfton-System, sondern der formale und gestische Befreiungsschlag, der dieser Komposition seine Kraft gab und nach wie vor gibt. Vor allem aber war es die neue und konsequent angewandte Materialerweiterung der Stimme. Sprechstimme, wie Schönberg schreibt, in Wahrheit aber die ganze Palette der Ausdrucksmöglichkeiten fordernd, vom Sprechen bis zum vollen Gesang. Die Themenkreise der Texte beziehen sich auf die zerbrochenen Gewissheiten des Fin de Siècle: Parodie, Blasphemie und die (karikierte?) Sehnsucht nach der verlorenen Terzenseligkeit.

Aus dem Fundus der Bildsprache der Katastrophe des heraufziehenden 1. Weltkrieges orientiert sich auch die szenische Einrichtung. Der Patriotismus geht um, doch schon als wiederbelebte halbe Leiche, die in den Materialschlachten zum fratzenhaften Wiedergänger wird.

Die drei Teile des Zyklus werden verbunden durch Alban Bergs Adagio aus dem Kammerkonzert und Schönbergs Bearbeitung des Kaiserwalzers von Johann Strauss, ursprünglich gedacht als Zugabe zum „Pierrot“.

Ausführende:
Johanna Zimmer, Stimme
Ensemble gelberklang
Szenische Einrichtung: Bernd Schmitt
Ausstattung: Annette Wolf